Welche Bitrate solltest du für deinen Stream wählen?
Die Bitrate bestimmt, wie viele Daten dein Stream pro Sekunde überträgt. Höher klingt theoretisch besser, kostet aber mehr Datenvolumen, für dich und für deine Hörer. Die beste Wahl hängt von deiner Musik ab und davon, wo die Leute zuhören.
Was bedeutet kbps?
Kbps steht für Kilobit pro Sekunde. Ein Stream mit 128 kbps überträgt pro Stunde rund 58 MB. Bei 320 kbps sind es etwa 144 MB pro Stunde, bei 64 kbps etwa 29 MB. Für Hörer mit begrenztem Datenvolumen auf dem Handy ist das ein deutlicher Unterschied.
Was hört man wirklich?
- 64 kbps AAC: gut für Wortsendungen und Hörer unterwegs. Mit HE-AAC klingt Musik bei dieser Bitrate überraschend voll.
- 128 kbps MP3 oder 96–128 kbps AAC: der goldene Mittelweg. Auf Handy, Laptop und den meisten Lautsprechern hört man kaum einen Unterschied zu höherer Qualität.
- 192–320 kbps MP3: sinnvoll für Sender mit sehr dynamischer Musik (Klassik, Jazz, Elektronik) und Hörer mit einer guten Anlage.
Tipp: Biete zwei Streams an, zum Beispiel 64 kbps AAC für unterwegs und 192 kbps MP3 für zu Hause. Mit Icecast geht das ganz einfach über zwei Mountpoints.
Rechne auch für deinen Server
Dein Server schickt den Stream an jeden Hörer einzeln. Hundert Hörer mit 128 kbps brauchen zusammen etwa 12,8 Mbit/s Upload-Kapazität. Bei Streampaketen ist die Zahl der Hörer oder das Datenvolumen oft begrenzt; eine niedrigere Bitrate bedeutet dann mehr Hörer fürs gleiche Geld.
MP3 oder AAC?
MP3 funktioniert wirklich überall, auch auf alten Geräten. AAC klingt bei gleicher Bitrate meist besser und wird von allen modernen Browsern, Handys und smarten Lautsprechern unterstützt. Für einen neuen Stream ist AAC mit 64 bis 128 kbps daher oft die beste Wahl, eventuell mit einem MP3-Stream daneben.
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